München (epd). Seit 20 Jahren setzt sich die Stiftung Bayerische Gedenkstätten dafür ein, KZ-Gedenkstätten im Freistaat als Orte der Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erhalten. "Wozu unser Land aus seiner Geschichte heraus bedingungslos verpflichtet ist, lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Nie wieder!", sagte Stiftungsdirektor Karl Freller am Dienstag in München. Hierfür stehe die Stiftung Bayerische Gedenkstätten seit ihrer Gründung am 1. Januar 2003 durch den Freistaat Bayern. Sie ist unter anderem Trägerin der KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg, sowie weiterer Gedenkstätten in Bayern.

Anlässlich des 20. Jahrestages erklärte Freller: "Die Stiftung hat für ihre Arbeit in den letzten Jahren national und international große Anerkennung erfahren. Nun stehen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten gewaltige gestalterische und inhaltliche Projekte bei beiden KZ-Gedenkstätten an." Auch der Erhalt und die Pflege der 75 KZ-Friedhöfe, für die die Stiftung seit 2013 ebenfalls zuständig ist, würden aufwändiger und anspruchsvoller. Wichtig sei, das Wissen über das historische Geschehen wachzuhalten und für künftige Generationen weiter zu tragen.

Der Stiftungsratsvorsitzende und bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) würdigte die Verdienste der Stiftung. Sie erinnere daran, dass der heutige freiheitlich-demokratische Rechtsstaat die Antwort auf den Zivilisationsbruch des nationalsozialistischen Deutschlands sei. Dies sei besonders wichtig angesichts des Wiedererstarkens rechtsextremistischer und antisemitischer Kräfte. "Wir werden die Stiftung auch weiterhin nachdrücklich unterstützen, damit wir nie wieder wegschauen, damit wir die Opfer der NS-Massenverbrechen niemals vergessen", sagte Piazolo.

Aus Anlass des Jubiläums wird im Frühsommer auf Einladung der Bayerischen Staatskanzlei und der Stiftung ein Festakt stattfinden.