München (epd). Bei mehreren Demonstrationen in der Münchner Innenstadt haben tausende Menschen gegen die vom 17. bis 19. Februar stattfindende Sicherheitskonferenz demonstriert. Unter anderem hatte das "Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz" unter dem Motto "Verhandeln statt Schießen - Abrüsten statt Aufrüsten" um 13 Uhr eine Kundgebung am Stachus und anschließende Demonstration durch die Innenstadt angemeldet.
Das antifaschistische Bündnis rief dazu auf, "für Abrüstung und gegen Kriegsvorbereitung, für weltweite soziale Gerechtigkeit, für Solidarität mit den Flüchtenden und für einen demokratischen, sozialen und ökologischen Umbau der Gesellschaft" zu demonstrieren. Nach Polizeiangaben kamen etwa 1300 Menschen zu der Veranstaltung am Stachus. Von dort setzte sich der Demonstrationszug Richtung Odeonsplatz in Bewegung, wo er etwa 2400 Teilnehmer erreichte. Anschließend gab es eine Abschlusskundgebung auf dem Marienplatz.
Auf dem Odeonsplatz fand außerdem eine weitere Kundgebung mit etwa 1000 Menschen unter dem Motto "Gemeinsam gegen den Krieg" statt. Dort sprachen unter anderem Anton Hofreiter (Grüne) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP).
Etwa 10.000 Menschen demonstrierten nach Polizeiangaben auf dem Königsplatz und zogen anschließend durch die Maxvorstadt. Zu dieser Demonstration hatte das Bündnis "Macht Frieden" aufgerufen, koordiniert von der Initiative "München-steht-auf". Das Bündnis fordert den sofortigen Stopp deutscher Waffenlieferungen in die Ukraine sowie das sofortige Ende der gegen Russland gerichteten Sanktionen. Auf der Auftaktkundgebung sprachen die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Jürgen Todenhöfer (ehemals CDU) und Diether Dehm (Linke).
Das "Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz" hatte sich im Vorfeld von der Kundgebung der Initiative "München-steht-auf" distanziert, wegen deren "Nähe zu rechts-nationalistischen Positionen und zur AfD".