Erlangen (epd). Der indische Friedensaktivist und Autor Harsh Mander hat am Montag den Menschenrechtspreis der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erhalten. Er ist der erste Preisträger der neuen Auszeichnung, teilte die Universität mit. Mit dem FAU Human Rights Award würden Menschen geehrt, die das Feld mit ihren Schriften vorangebracht hätten und sich auch ganz praktisch gegen Menschenrechtsverletzungen engagierten, sagte der Vizepräsident Research der FAU, Georg Schett.

Harsh Mander ist ein indischer Menschenrechtsforscher und -aktivist, der mit Straßenkindern und Personen arbeitet, die Massengewalt, Hunger oder Obdachlosigkeit erleben, heißt es in der Mitteilung. "Indische Menschenrechtsaktivisten, auch ich selbst, erleben aktuell zunehmende staatliche Repression, daher ist internationale Solidarität für uns sehr wichtig", sagte Harsh Mander. Er freue sich, in den nächsten Jahren eng mit dem Menschenrechtszentrum der FAU zusammenzuarbeiten und die Studierenden hier zu unterrichten.

Mander war einer der Top-Favoriten des Osloer Friedensforschungsinstituts Prio für den Friedensnobelpreis. Er war Sonderbeauftragter des Obersten Gerichtshofs von Indien und setzte sich für die Einhaltung des Rechts auf Nahrung ein. Als Mitglied des Nationalen Beirats des Premierministers habe er sich vor allem mit Sozialpolitik und Sozialgesetzgebung befasst, teilt die FAU mit.

Zusätzlich war Mander an zahlreichen zivilgesellschaftlichen Kampagnen beteiligt. Der Menschenrechtsforscher und -aktivist macht sich mit seiner 2017 initiierten "Karawane der Liebe" "Karwan-e-Mohabbat" für Opfer religiöser Gewalt stark. Mander hat zahlreiche Bücher geschrieben und an der Vrije Universität in Amsterdam promoviert.