Regensburg (epd). Am kommenden Montag (24. Oktober) sollen in Regensburg vier weitere Stolpersteine zur Erinnerung und zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt werden. Dieses Mal stehen zwei Ehepaare im Fokus, die in der Regensburger Altstadt lebten und von den Nationalsozialisten ermordet wurden, teilte die Stolperstein-Initiative des Evangelischen Bildungswerks in Regensburg am Dienstag mit.

Die Eheleute Elise und Julius Sommer waren laut Mitteilung jüdischen Glaubens, die Eheleute Sophie und Friedrich Kraus waren Gegner des Nationalsozialismus. Nach der geplanten Verlegung gibt es mehr als 250 Stolpersteine in Regensburg. Nach Würzburg mit mehr als 660 Stolpersteinen ist Regensburg die Stadt mit den meisten Stolpersteinen in Bayern.

Das Stolpersteine-Projekt des Künstlers Gunter Demnig startete im Jahr 1992 und ist mit mehr als 90.000 Stolpersteinen in mehr als 25 Ländern das größte dezentrale Mahnmal weltweit. Die Steine, kleine quadratische Bronzeplatten in Kopfsteinpflastergröße mit Informationen zu den Personen, werden immer vor den letzten selbstgewählten Wohnorten der NS-Opfer in den Boden eingelassen.