Wiesenbronn (epd). Die evangelische Gemeinde Wiesenbronn (Landkreis Kitzingen) und der Förderverein ehemalige Synagoge Wiesenbronn zeigen die Wanderausstellung "Mehr als Steine - Synagogen in Unterfranken". Sie werde vom Freitag, 11. November, bis zum Sonntag, 20. November, täglich von 8 bis 20 Uhr zu sehen sein, teilte die Gemeinde am Mittwoch mit. Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 10. November, 19 Uhr, werde Kuratorin Cornelia Berger-Dittscheid in die Ausstellung einführen.
Die Ausstellung befasst sich vor allem mit der Geschichte des Judentums und dem reichen jüdischen Erbe in Unterfranken, heißt es in der Mitteilung. Der vor 1803/1806 in zahlreiche Herrschaften zersplitterte spätere Regierungsbezirk Unterfranken war das am dichtesten mit jüdischen Gemeinden besiedelte Gebiet in Bayern. Im Jahr 1930 gab es im heutigen Unterfranken 112 Orte mit Synagogen. Das jahrhundertelange Zusammenleben von Christen und Juden in Bayern war von Ausgrenzung, aber auch von langen Phasen friedlichen Zusammenlebens geprägt. Die Ausstellung zeige dies beispielhaft an der unterfränkischen Geschichte jüdischer Gotteshäuser. Sie wolle damit auf die Spuren jüdischen Lebens, aber auch auf jüdisches Leben heute in der Mitte der Gesellschaft aufmerksam machen, hieß es.
Nur wenige Synagogen Unterfrankens seien heute noch im Ortsbild erkennbar, wie in Wiesenbronn, so die Veranstalter. Deshalb sei die Ausstellung um zwei Schautafeln erweitert, die die jüdische Gemeinde Wiesenbronn und das Synagogengebäude vorstellen.