München (epd). Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) sieht die Kommunen in der Pflicht, beim Bau bezahlbarer Wohnungen mehr Spielräume zu schaffen. Einer Umfrage unter den 506 Mitgliedsunternehmen zufolge rechnet die Branche auch 2026 nicht mit einer Belebung des Wohnungsbaus, wie der Verband am Sonntag mitteilte.

Angesichts angespannter Wohnungsmärkte in 285 bayerischen Kommunen forderte Verbandsdirektor Hans Maier eine "gemeinsame Kraftanstrengung auf kommunaler Ebene" und mehr Verständnis für die gegenseitigen Belange.

Zugang zu Bauland größte Hürde

Mehr als die Hälfte der Befragten sieht in der Reduzierung kommunaler Sonderanforderungen den entscheidenden Hebel für sinkende Baukosten und kürzere Verfahren. Rund 18 Prozent sprachen sich für die stärkere Anwendung des sogenannten "Bau-Turbos" aus, der Genehmigungen beschleunigen soll. Gefordert wird zudem, bestehende Erleichterungen im Bau- und Planungsrecht konsequent zu nutzen.

Als größte Hürde gilt nach Angaben des Verbands der Zugang zu Bauland. Besonders wichtig sei die frühzeitige Einbindung der Wohnungsunternehmen in neue Bebauungspläne. Für mehr bezahlbaren Wohnraum setzen viele auch auf die Vergabe kommunaler Grundstücke nach Konzept statt nach Höchstpreis sowie auf vergünstigte Konditionen oder langfristige Erbpacht.