Schweinfurt, München (epd). Sechs Vesperkirchen in ganz Bayern laden in den kommenden Wochen wieder zum gemeinsamen Essen und zu Begegnungen ein. Vesperkirchen seien Orte eines hörenden Herzens, sagte der bayerische Landesbischof Christian Kopp laut Mitteilung vom Mittwoch. "Wenn Menschen miteinander an einem Tisch sitzen, verschwinden viele Unterschiede ganz von selbst. Zuhören, miteinander essen und Zeit teilen - daraus wächst Vertrauen."

Am kommenden Sonntag (25. Januar) eröffnet Kopp die Vesperkirche in St. Johannis in Schweinfurt und beteiligt sich an der Essensausgabe. Die Vesperkirche dort dauert bis 8. Februar. Schweinfurt war 2015 die erste Stadt in Bayern, die eine Vesperkirche durchgeführt hat. Das Konzept stammt aus Baden-Württemberg und ist dort weit verbreitet. Die Vesperkirche in Nürnberg-Lichtenhof hat bereits begonnen und dauert noch bis 22. Februar.

Warme Mahlzeiten, soziale und kulturelle Angebote

In Bamberg findet vom 12. bis 27. Februar eine Suppenkirche als Vesperkirchenformat in ökumenischer Zusammenarbeit statt. In Augsburg, Coburg und Memmingen dauern die Vesperkirchen jeweils vom 1. bis 15. März. Vesperkirchen bieten in der kalten Jahreszeit warme Mahlzeiten zu einem symbolischen Preis, oftmals auch soziale Beratung, medizinische Hilfe, Kleidung und kulturelle Angebote.