Irsee (epd). Die beiden Nachwuchs-Autoren Lukas Arndt und Konstantin Schmidtbauer haben die Irseer Pegasus-Preise 2026 erhalten. Der in Rom lebende Schmidtbauer sei für sein mehrteiliges Gedicht ohne Titel mit dem Autorenpreis ausgezeichnet worden, der aus Leipzig stammende Arndt für seinen Text "Spielbein" mit dem Jurypreis, teilte die Schwabenakademie Irsee am Donnerstag mit. Beide Preise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert.
In Schmidtbauers Gedicht gehe es um ein "Ich", das sich in die Landschaft hineinbewege und aus ihr herausspreche, heißt es. Bei Arndts Text würdigte die Jury, dass der Autor eine frühe Reife in seiner Prosa habe sowie eine klare Reflexionskraft. Nach einem scheinbar harmlosen Auftakt des Textes, in dem ein junger Mann sich von einer Sportverletzung erholen soll, werde im Verlauf deutlich, dass der Mann seine Tage mit "Übungen zur Weltwahrnehmung aus seinem verletzten Körper heraus" verbringe.
Mehr als 260 Bewerbungen eingegangen
Der Irseer Pegasus wird von der Schwabenakademie Irsee in Kooperation mit dem Verband Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Bayern (VS) ausgerichtet und bildet den literarischen Jahresauftakt in Kloster Irsee. Mehr als 260 Bewerbungen waren für den Workshop mit zwölf kostenlosen Plätzen eingegangen. Aus den Workshop-Teilnehmenden werden die Preisträger ermittelt - einmal von einer Jury und einmal von den Teilnehmenden selbst.