Noah, Leo, Paul – das sind zur Zeit die beliebtesten Jungsnamen. Und für Mädchen Mia, Lina, Emilia. Niemand käme auf Idee, sein Kind Hiob zu nennen. Oder?

Der Name eines Kindes soll schön klingen und an Gutes erinnern. Hiob tut das nicht.

Hiob das ist in der Bibel der Mensch, der alles verliert. Im Krieg. Und durch Unwetter, Sturm, Erdbeben. Katastrophe reiht sich an Katastrophe. Seinen ganzen Reichtum, über zehntausend Kamele, Schafe, Rinder, Esel – alles verliert Hiob. Alle, die bei ihm arbeiten, sterben. Und zuletzt noch seine Töchter und Söhne, zehn Kinder. Das ist das Ende seines Lebens, wie es bisher gewesen ist.

Wie überlebt man so was?

Hiob wird am ganzen Körper krank. Die Haut entzündet sich, Geschwüre, es brennt und juckt. Und hört nicht auf.

Also, wirklich kein Name für ein Neugeborenes: Hiob.

Ich weiß von einer Mutter. Die hat ihr Kind trotzdem so genannt. Es war eine stille Geburt. Das Kind konnte nicht leben. Die Mutter hat diesen Namen gewählt, weil ihr Schmerz unfassbar war, die Trauer unendlich. Ihren Glauben an Gott hat sie aber nicht verlieren wollen. Wenn schon alles so grausam ist, dann nicht auch noch meinen Glauben verlieren...

Diese Mutter hat ihr kleines Hiobskind Gott anvertraut. Und sich selbst auch.

So gottgeborgen wie im Psalm 139.

Ewiger, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –, so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. (Psalm 139 i.A.)

Die Finsternis ernstnehmen

Behütet, beschützt, geborgen. In diesem Glauben ist Hiob aufgewachsen. Bis zum Tag X ist es ihm gut ergangen mit seinem Glauben an den lieben Gott. Immer gut. Immer gehalten von Gott. Nicht mal die Finsternis ist finster.

Ach, das klingt alles so schön. Unerträglich schön manchmal. Finden Sie auch?

Weil doch so viel dagegen spricht. Denn da ist reichlich Finsternis. Außen und innen. Und sie greift nach uns, nach unseren Kindern und nach der Welt, wie wir sie kennen oder bisher gekannt haben.

Die Finsternis ernstnehmen. Wenn ich als Pfarrerin ein Kind taufe, ist mir das wichtig.

Jeder Vater, jede Mutter, alle Eltern wollen ihr Kind behütet wissen. "Von allen Seiten umgibst du mich, Gott, und hältst deine Hand über mir." Dieser eine Vers aus dem Psalm ist ein beliebter Taufspruch. Klar! Der Wunsch, Gott soll immer da sein, mein Kind beschützen, alles soll gut gehen, gesund, glücklich. Und die Taufe ist dann wie ein Schutz, so eine Art Garantie. Ich versteh das gut. Und doch spreche ich bei jeder Taufe auch über das andere. Weil das Leben eben nicht glatt läuft. Hiobsbotschaften gehören dazu. Sie können jederzeit und überall eintreffen. Aus heiterem Himmel. Aus dem Nichts.

In solchen Zeiten brauchen wir einander, brauchen Trost. Wenn wir das Hoffen vergessen, den Verstand verlieren. In these times do we pray to God. Beten wir zu Gott in diesen Zeiten.

Hiobs Geschichte

Hiobs Geschichte klingt in der Bibel wie ein Roman in 42 Kapiteln. Keine Biografie. Hiob, die Hauptperson, ist eine erfundene Figur. Alles ist erdichtet. Und ist doch so dicht am Leben dran. Dicht an der Frage nach den Finsternissen und nach Gott und seiner Gerechtigkeit. Hiob diskutiert darüber heftig mit seinen Freunden.

Da antwortete Hiob und sagte:

Auch heut bleib ich beim Widerspruch, das ist der ganze Inhalt meiner Klage.

Und seufze ich, liegt es an Gottes Hand, die mich noch immer niederdrückt. Ach, wenn ich doch nur wüsste, wo ich ihn finde. Dann ging ich hin zu seinem Richterthron. Ich würde meinen Rechtsfall vor ihn bringen und ihm die Gründe nennen, die mich entlasten. Dann wird er mir Rede und Antwort stehen. Ich möchte verstehen, was er mir zu sagen hat.

Ob er mich dann mit Gewalt in die Schranken weist? Nein! Er wird bestimmt Rücksicht auf mich nehmen. Dann kann ich offen und ehrlich mit ihm streiten und dort mein Recht für immer durchsetzen.

Doch wenn ich nach Osten gehe, ist Gott nicht da. Auch im Westen kann ich ihn nicht finden. Im Norden bekomme ich ihn nicht zu fassen, und auch im Süden seh’ ich ihn nicht. (Hiob 23, 1-9, Übersetzung: BasisBibel)

Ach, wenn ich doch nur wüsste, wo ich ihn finde…

Gott Irgendwo-Nirgendwo, wo bist du?

Ach, wenn ich doch nur wüsste, wo ich ihn finde, sagt Hiob.

Wo warst du, als der Mord geschah, wo warst du vorher und nachher, wo warst du, als die Erde gebebt hat, und wo, als der kleine Junge verletzt und beschämt wurde, als die Bombe das Haus traf, als die Eltern am Sarg des Kindes stehen mussten…

Und wo bist du, wenn ich dich das alles fragen will?

Ach, wenn ich doch nur wüsste, wo ich dich finde…

Hiob will Gott nicht finden, um seine Fragen loszuwerden. Hiob will klarstellen: Der allmächtige Gott ist nicht im Recht. Unmöglich. Was hier geschieht, was mir geschieht, das kann einfach nicht stimmen, das ist nicht gerecht. Hiob hat immer ein gottesfürchtiges, vorbildliches Leben geführt und sich von allem Bösen ferngehalten. Also: Warum ich?

Seine frommen Freunde wollen ihn besänftigen. Er soll sich fügen. Ja, es ist schwer, aber es hat sicher alles seine Richtigkeit. Gott macht schließlich keine Fehler. Der Ewige wird schon seine Gründe haben, warum er dir so ein schlimmes Schicksal zumutet.

Vielleicht kennen Sie auch solche Stimmen. Diese schier unerschütterlichen Glaubenssätze, so und nicht anders muss Gott sein – als würden sie ihn besitzen. Als wüssten sie hundertprozentig, wie und wo Gott zu finden ist, und was sein Wille ist.

Das ist für mich das Gegenteil von fromm. Als hätten wir Menschen Gott im Griff…

Und dann ist da noch Hiobs Frau. Die leidet doch mit. Sie hat auch zehn Kinder verloren und alles, was ihr Leben reich und licht gemacht hat. In guten und in bösen Tagen, bis dass der Tod euch scheidet – so sind die beiden miteinander durchs Leben gegangen. Aber seit dem Tag X gibt es nur noch böse Tage und Nächte. Oder?

Gott, der soll mal lieber das Weite suchen, findet Frau Hiob. Wieso gibst du dich überhaupt noch mit ihm ab, Mann? Sage Gott ab und stirb. (Hiob 2, 9)

Und genau das tut Hiob nicht: Gott absagen und sterben.

Er sucht nach Gott. Oder nach dem, was von Gott in seinem Glauben noch übrig ist.

Hiob hat nicht nur sein Lebensglück verloren, er hat auch das selbstverständliche Vertrauen in den Gott seiner Kindheit und seines bisherigen Lebens verloren. Wo ist er hin, der schöne, starke Gott, der von allen Seiten immer da ist?

Ach, wenn ich doch nur wüsste, wo ich ihn finde: Den Gott aus dem Psalmgebet – mit den Flügeln der Morgenröte und der Finsternis, die nicht finster ist.

Hiobs Worte klingen wie das Gegenteil: Wenn ich nach Osten gehe, ist Gott nicht da. Auch im Westen kann ich ihn nicht finden. Im Norden bekomme ich ihn nicht zu fassen, und auch im Süden seh’ ich ihn nicht. (Hiob 23, 8-9)

Kyrie eleison. Erbarme dich, du ferner Gott.

Gott aufspüren

Hiob sucht vergeblich nach Gott. In allen vier Winden. Das ist keine Ortsbeschreibung, Süden und Norden, Ost und West. Die Himmelsrichtungen meinen noch mehr. In der Übersetzung von Martin Luther lese ich: Gehe ich nun vorwärts, so ist er nicht da; gehe ich zurück, so spüre ich ihn nicht. (Hiob 23, 8)

Das hebräische Wort für Osten bedeutet auch: Vergangenheit. Und Westen meint so etwas wie: das, was hinter dir ist, was dir im Rücken liegt. Im hebräischen Denken versteht man – anders als wir es gewohnt sind - die Vergangenheit als das, was man vor sich sieht, also kennt. Im Osten - im Licht der aufgehenden Sonne erkenne ich, was bisher in meinem Leben geschehen ist. Ich sehe das.

Die Zukunft kenne ich nicht. Sie ist mir im Rücken. Sie kommt noch. Ich kann sie nicht sehen. Westen. Im Dunkel. Was noch geschehen wird, weiß niemand. Ich kann nur in dem, was jetzt ist, leben. Auch an Gott glauben, beten, ihm nahe sein – es geht nur im Jetzt.

"Hiob setzt das Gespräch fort" lautet die Überschrift über dem 23. Kapitel. Ich finde, dieser Titel ist sehr passend gewählt. Das Gespräch fortsetzen, im Gespräch, im Kontakt bleiben. Gott aufspüren. Den Jetzt-Gott suchen.

Er kennt den Weg, auf dem ich bin.

Wenn er mich prüft, so bin ich rein wie Gold. Denn ich lenkte meine Schritte in seine Richtung. Ich blieb auf seinem Weg und bog nicht davon ab. Seine Gebote las ich ihm von den Lippen ab. Und alle seine Worte bewahrte ich im Herzen.

Hat er etwas beschlossen, kann’s keiner verhindern. Hat er sich dafür entschieden, führt er es aus. Auch mit mir tut er, was er sich vorgenommen. Und vieles mehr hat er noch im Sinn. Darum erschrecke ich vor seinem Angesicht. Wenn ich nur daran denke, macht es mir Angst.

Gott hat mir alle Zuversicht genommen, der Allmächtige hat mich in Schrecken versetzt. Doch die Finsternis reicht nicht aus, um mich zum Schweigen zu bringen.

Auch wenn vor mir alles im Dunkeln liegt, hält mich das nicht zurück. (Hiob 23,10-17, Übersetzung: BasisBibel)

Du mutiger gerechter Hiob, rein wie Gold.

Ich sehe dich aufrecht und weiß doch, wie du am Boden zerstört bist, ein Häuflein Elend, mit brennendem Schmerz, die Haut hauchdünn. Die Augen glanzlos, leergeweint, die Kehle wundgeschrien.

Wild und wortgewaltig klingst du. Und ich sehe: Du verkriechst dich nicht für immer. Das bewundere ich. Aus Trauer und Schmerz werden Trotz und Wut. Und das gehört alles zusammen. Alles wirfst du vor Gott.

Das ist eine Weise zu beten. Vorwurfsvoll. Und wissensdurstig.

Du willst verstehen. Warum geschieht mir das? Gott, erklär´s mir. Lass uns reden.

Und du schreist zum Himmel, was zum Himmel schreit.

Hiob zeigt, wie das gehen kann: Nicht untergehen in dem, was wir Gott vorwerfen wollen. Nicht vom Glauben abfallen.

Die Finsternis reicht nicht aus, um mich zum Schweigen zu bringen.

Lieber: Hinfallen, mich hinwerfen vor Gott. Und gegen den Augenschein beten.

Mit Schmerz und Wut im Bauch. Zu dem fernen, nahen Gott.

So wie in einem alten volkstümlichen Gebet, das ich aus der Tradition der Sinti und Roma kenne. Der Dichter und Liedermacher Wolf Biermann hat es übersetzt und ein Lied daraus gemacht. Ich höre darin Hiobs Stimme. Und meine eigene auch.

Eine neue Sprache finden

"Verflucht" – das sagt man nicht, schon gar nicht in einer Morgenfeier im Bayerischen Rundfunk, nicht in der Kirche beim Beten. Aber ich versteh es so gut. Manchmal muss die Sprache wild und rau sein. Wie der Schmerz. Hauptsache: Nicht schweigen. Nicht verstummen. Komm, Gott, egal wie!

Hiob setzt das Gespräch fort.

Nicht das von gestern. Nicht das von morgen. Er sagt das, was er jetzt Gott zu sagen hat. Ungefiltert. Es muss raus.

Auch wenn vor mir alles im Dunkeln liegt, hält mich das nicht zurück.

Vor (!) ihm im Dunkeln – da liegt ja für den Hebräer Hiob die Vergangenheit. Das, was geschehen ist. Vorbei. Der schwere Verlust. So finster. Da kann man nicht immer hinschauen.

Wenn wohlmeinende Leute sagen: Jetzt wird es Zeit wieder nach vorne zu schauen, meinen sie die Zukunft. Und so ein Rat zur Unzeit tut wahnsinnig weh.

Was aber stimmt, ist: Leg dich nicht auf die Vergangenheit fest. Schau nicht immer nur da hin. Da ist ein weiteres Leben. Du wirst sehen.

Ich glaube, in fast jedes Leben knallt irgendwann eine Hiobsbotschaft. Ein Tag X, der das Leben in zwei Hälften teilt. Vorher – nachher. Was unwiderruflich geschehen ist, das verdunkelt das Leben. Was für eine Erfahrung, eines Tages zu sagen:

Doch die Finsternis reicht nicht aus, um mich zum Schweigen zu bringen.

Vielleicht ist die Frage, welche Sprache ich für das Finstere und für Gott finde.

Die eigene Glaubenssprache verändert sich, und die Bibel bietet uns viele Sprachschätze an. Auch unterschiedliche Weisen, wie ich Gott anreden kann. Zum Beten brauche ich keine wasserdichten, klugen theologisch korrekten Worte.

Gerade in den Finsterstunden des Lebens. In den tiefsten Tiefen klingt Beten wie Flüstern, Schreien, Stammeln. Und folgt nicht unbedingt einer ordentlich-frommen Form.

"Der tiefste Gram kennt keinen Reim… (…) Er ist im wilden Land daheim."[1]

So dichtet Gertrud Kolmar. Die jüdische Dichterin erlebt den tiefsten Gram, die grausame Finsternis im Nationalsozialismus. Sie dichtet sich lange hindurch durch die Finsternis. Ich finde ihre Erzählungen und vor allem ihre Gedichte tief und schwer. Und wunderschön. Sie zeigen: …die Finsternis reicht nicht aus, um mich zum Schweigen zu bringen.

Gertrud Kolmar schluckt den Gram nicht runter oder redet ihn mit klugen Worten klein. Die Dichterin erfindet Worte wie Gold. Ihr Schmerz bleibt Schmerz. Sie lässt ihn zu, wild und lebendig. Und dann schmiedet sie später in ihrem Gedicht aus dem Schmerz einen goldenen Leuchter. Zum Kerzen anzünden. So findet sie für sich Frieden.

Gertrud Kolmar wird mit Ende vierzig in Auschwitz ermordet.

"Der tiefste Gram kennt keinen Reim…"

Am Ende Gold

Ich habe in diesem Sommer das Buch Hiob noch einmal neu gelesen. Und ich glaube, neu verstanden. Immer hat mich der Schluss der Geschichte gestört. Da bekommt Hiob alles Glück und allen Segen von Gott zurück. Noch mehr Schafe, Eselinnen, Kamele und Rinder als früher, sieben Söhne und drei Töchter, und die Töchter werden mit Namen genannt, und sie sollen ebenso wie die Brüder erben. Gott segnet den alten Hiob also auch noch mit einem sehr weiten und modernen Blick.

Alles in allem ein Happy End.

Hiob lädt viele Gäste zum Feiern ein. Und jeder, so heißt es, gibt ihm ein Goldstück und einen goldenen Ring. (Hiob 42,11)

Schon wieder Gold. Als würde sich Hiobs Leben veredeln. Einen anderen Glanz erhalten. Kein grelles Glitzerlicht. Ein warmes echtes Gold. Und so, lese ich, stirbt Hiob in hohem Alter nach einem langen und erfüllten Leben. (Hiob 42,17)

Ich entdecke, wie aus der Hiobsbotschaft so etwas wie Hiobs Botschaft für mich wird: Am Ende Gold. Ein Gottesglaube wie Gold.

Und ich trinke einen Schluck Tee aus meiner getöpferten Teeschale. Sie liegt rund und ein bisschen rau in meinen Händen und ist tiefschwarz. Innen aber ist die Schale ganz und gar vergoldet.

Die Keramikerin versteht sich auf die Kunst der Glanzgoldtechnik. Sie trägt nach dem zweiten Brand innen das Feingold auf und brennt die Schale dann ein drittes Mal. Damit das Gold hält. Und es hält und glänzt und leuchtet.

Innen vergoldet.

Menschen wie Hiob können so werden. Veredelt. Mit einem Glanz, der hält. In der Tiefe. Innen. Nach den Hiobsbotschaften und in dem Schmerz, der bleibt.

Ich habe das mit meiner Familie erlebt. Nachdem unser Sohn gestorben ist. Dieser Schmerz, diese Finsternis. Und ich weiß es auch von vielen anderen.

Wir alle sind kostbar mit unserer Trauer. Wir sind Gold für Gott. So wie jedes Wesen.

Daran glaube ich mit Hiob. Und dieser Glaube wie Gold soll leuchten. Gerade hell genug, dass Menschen in seinem Glanz ihren Weg sehen und weitergehen.

Und im Finstern allmählich zurechtkommen.

 

[1] Gertrud Kolmar, Weibliches Bildnis, Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH&Co, München, 1987, S. 721.