"Ich prüfe Fahrzeuge, prüfe meinen Glauben immer wieder und versuche, sauber zu arbeiten – sowohl im Job als auch im Glauben", erklärt Klaus Polster von Dekra. Seine Worte klingen pragmatisch, beinahe technisch, aber sein Glaube gibt ihm Halt und Heimat.
Vielleicht gerade deshalb, weil er mit der gleichen Sorgfalt an ihn herangeht wie an eine Fahrzeugprüfung.
TÜV-Prüfer aus Bayreuth
Autos rosten – und der Glaube könne das auch, so Polster. Ein wenig Nachlässigkeit hier, eine kritische Phase dort, und schon wird es schwierig, auf der richtigen Spur zu bleiben. "Man merkt das oft gar nicht selbst, wenn sich im Glauben Rost ansetzt. Doch man kann sich immer wieder leiten lassen – durch Losungen, durch gute Freunde, die einem ehrlich sagen: 'Das war jetzt nicht in Ordnung.'"
Eine ehrliche Rückmeldung könne helfen, den eigenen Kurs zu überprüfen und Korrekturen vorzunehmen.
Nicht nur geistig, sondern auch körperlich hält Polster Inspektionen für notwendig. "Man muss schon darauf achten, dass man sich selbst nicht vernachlässigt. Ein bisschen Sport, die richtige Ernährung – das ist genauso wichtig wie ein gut gewartetes Auto."
Denn ein gesunder Körper sei schließlich das Fundament für ein ausgeglichenes Leben.
Ein Kombi für alle Fälle
Bei der Frage, welches Auto ihn am besten beschreibt, zögert Polster keine Sekunde: "Auf jeden Fall ein Kombi. Ich bin absoluter Kombi-Fan, habe jetzt meinen fünften. Ein universelles Auto, mit Platz für Familie, den Glauben und alles, was man im Leben braucht."
Kombis sind praktisch, bodenständig, zuverlässig – so wie Polster selbst.
Doch nicht jedes Fahrzeug, das bei ihm auf die Prüfbühne kommt, ist noch straßentauglich. "Heute hatte ich eine Familienkutsche, die wirklich am Ende war: durchgerostet, die Bremsen völlig hinüber, eine gebrochene Feder. Mir haben die Besitzer wirklich leidgetan."
Ein Auto in diesem Zustand – das ist wie ein Leben ohne Selbstreflexion. Wer nicht regelmäßig überprüft, ob alles noch funktioniert, läuft Gefahr, irgendwann liegenzubleiben.
Hauptuntersuchung fürs Leben
Das Leben ist manchmal wie eine TÜV-Prüfung. Man steht auf der Bühne, wird genau unter die Lupe genommen – und manchmal gibt es eben Mängel. Die lassen sich aber meistens beheben, im Leben und im Glauben.