Würzburg (epd). Der bayerische Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek (CSU) hat bei einem Staatsempfang in Würzburg am Mittwochabend die Arbeit von Menschen gewürdigt, die beruflich in der Pflege tätig sind und sich besonders engagieren. Rund 400 Männer und Frauen erhielten eine Gedenkmünze mit dem Bild der verstorbenen ehemaligen Landtagspräsidentin Barbara Stamm, teilte das Ministerium mit.
Barbara Stamm sei nicht ohne Grund als die "Mutter Bayerns" bezeichnet worden, sagte Holetschek. Sie habe für die Schwächsten in der Gesellschaft - für Kinder, Menschen mit Behinderung und Ältere - gekämpft: "Sie hat denen eine Stimme gegeben, die selbst nicht laut waren und nicht im Mittelpunkt standen." Auch im Pflegebereich habe Barbara Stamm herausragende Arbeit geleistet. Die Politikerin war im Oktober 2022 im Alter von 77 Jahren gestorben.
Professionelle Pflege sei ein Pfeiler der Gesellschaft, sagte Holetschek bei dem Staatsempfang. Jede einzelne Pflegekraft werde gebraucht, denn die Zahl der Pflegebedürftigen steige, und auch die Krankenhäuser suchten händeringend nach Personal. Pflegekräfte setzten sich tagtäglich dafür ein, dass die Menschen in Bayern gut gepflegt würden. Dafür gingen sie oft weit über ihre Belastungsgrenze hinaus, sagte Holetschek.
Damit die vorhandenen Pflegekräfte im Beruf bleiben und mehr Menschen den Pflegeberuf ergreifen, müssten die Rahmenbedingungen passen, sagte Holetschek. Ein wichtiger Schritt sei die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung gewesen. Er wolle auch, dass die Pflege die Anerkennung als Gesundheitsfachberuf erhalte, so der Minister.