Fürth (epd). Viele Mütter in Bayern kommen finanziell kaum über die Runden. 41 Prozent der alleinerziehenden Frauen haben weniger als 1.500 Euro im Monat auf dem Konto, teilte das Landesamt für Statistik anlässlich des Muttertags am Sonntag (14. Mai) in einer Pressemitteilung vom Freitag mit. In diesem Betrag seien bereits alle Einkünfte enthalten, also Gehalt, Sozialhilfeleistungen und Unterhaltszahlungen. Im Jahr 2022 lebten laut Mikrozensus 1,9 Millionen Familien mit Kindern in Bayern. 390.000 davon waren Alleinerziehende, von diesen wiederum 320.000 Frauen.
Auffällig seien die finanziellen Unterschiede zwischen alleinerziehenden Frauen und Männern, so die Statistiker. Während in dieser Gruppe nur 44 Prozent der Mütter in Vollzeit arbeiteten, seien es 89 Prozent der Väter. Und während 41 Prozent der alleinerziehenden Frauen mit weniger als 1.500 Euro netto im Monat auskommen müssten, verfügten 77 Prozent der alleinerziehenden Väter über mehr als 1.500 Euro pro Monat.
Der Mikrozensus ist eine Erhebung, die jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung bundesweit durchgeführt wird. In Bayern werden dabei rund 60.000 Haushalte zu ihren Lebensbedingungen befragt.