München (epd). Die Staatsregierung will die Einreise ausländischer Pflegekräfte sowie die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse beschleunigen. "Es ist wichtig, dass wir schneller Personallücken in der Pflege schließen können", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag in München. Das Kabinett hatte am Dienstag das "Fast Lane"-Modell beschlossen, das als Pilotprojekt für den Pflegebereich startet und später als Blaupause auch für andere Fachkraftbereiche dienen soll.
Holetschek erläuterte, dass zum 1. Juli dieses Jahres das Anerkennungsverfahren für Pflegefachkräfte beim Landesamt für Pflege (LfP) zentralisiert wird. Bislang seien die sieben Bezirksregierungen dafür zuständig. Eine weitere wichtige Rolle nimmt beim "Fast Lane"-Projekt die Zentrale Stelle für die Einwanderung von Fachkräften (ZSEF) ein, hieß es. Ab Juli soll die ZSEF ausschließlich für diese Verfahren zuständig sein - und nicht mehr, wie bisher parallel, auch noch die örtlichen Ausländerbehörden, teilte der Minister mit.
In Bayern leben nach Angaben Holetscheks derzeit rund 580.000 Pflegebedürftige, bis zum Jahr 2050 werden es bis zu einer Million Menschen sein. Um den wachsenden Pflegefachkräftebedarf zu decken, "muss auch die Zahl der ausländischen Pflegekräfte im Langzeitpflegebereich deutlich zunehmen".