Neuendettelsau (epd). Die Geschichten von zehn Kirchenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern in und aus anderen Ländern stehen im Zentrum der Ausstellung "Mission und Migration", die am 25. Mai in Neuendettelsau eröffnet wird. Porträtiert werden Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, um hier in der Kirche mitzuarbeiten, oder die von hier aus in die Partnerkirchen entsendet wurden, teilte Mission EineWelt am Dienstag mit. Die Ausstellung ist Teil des Gemeinschaftsprojekts "Evangelische Migrationsgeschichte(n)", für das sich zehn protestantische Museen aus sechs Ländern zusammengetan haben, die alle eine Ausstellung zeigen, die sich mit Migration befasst. Es sind Einrichtungen in Frankreich, Österreich, Rumänien, Slowenien, Deutschland und Ungarn beteiligt. Schirmherr ist der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Den Ausstellungsmacherinnen von Mission EineWelt sei wichtig gewesen, Personen zu Wort kommen zu lassen, die aktuell noch in ihrer jeweiligen Mission unterwegs sind. Bei der Auswahl der Porträts sei berücksichtigt worden, dass Missionsmigration in den letzten Jahrzehnten auch nicht mehr nur vom Norden in den Süden, sondern auch in der Gegenrichtung vom Globalen Süden in den Globalen Norden stattfindet, heißt es in der Mitteilung. Man wolle, zeigen, was es bedeute, die Heimat zu verlassen, in fremde Gegenden aufzubrechen und sich dort zurechtzufinden. Wichtig sei aber auch, "dass Migration im Zusammenhang mit Mission freiwillig ist - im Gegensatz zu Migration wegen Vertreibung und Flucht", sagte Janika Wehmann vom Team der Ausstellung.