Nürnberg (epd). Die Maler Joris und Jacob Hoefnagel haben in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ihre Heimatstadt Antwerpen verlassen. Ihre Lebensgeschichte und das künstlerische Werk von Vater und Sohn sind Teil der Wanderausstellung "Evangelische Migrationsgeschichte(n)" im Nürnberger Stadtmuseum im Fembo-Haus. Am Donnerstag, 22. Juni (18 Uhr), hält die Kuratorin der Ausstellung, Evelyn Reitz, einen Vortrag über die beiden heimatvertriebenen, reformierten Künstler, teilten die städtischen Nürnberger Museen am Montag mit. Die Hoefnagels kamen wegen der niederländischen Religions- und Unabhängigkeitskriege nach Bayern. Sie waren durch den Diamantenhandel zu Reichtum gekommen. Im Exil blieb ihnen als "Rettungsanker" die Kunst.

Die Ausstellung, die von zehn europäischen evangelischen Museen und einer Einrichtung in den USA entwickelt wurde, setzt sich breit mit der kirchen- und kulturhistorischen Bedeutung von Flucht und Vertreibung auseinander.