Thurnau (epd). Das Institut für Fränkische Landesgeschichte zeigt im Schloss Thurnau (Landkreis Kulmbach) am 8. und 9. Juli die Ausstellung "Grenzen/Borders". Entlang der Geschichte des Schlosses und der Region, dem ehemaligen Grenzland, haben Studierende der Universität Bayreuth eine Ausstellung konzipiert, mit der die verflochtene Geschichte von Grenzen erkundet werden könne, teilte die Uni Bayreuth am Dienstag mit. Entstanden ist die Schau im Lehrstuhl für Europäische Geschichtskulturen.
"Grenzen bestimmen, wo wir leben können, uns zugehörig fühlen oder fremd bleiben und zu welchen Rechten und Dienstleistungen wir Zugang haben", stellen die Ausstellungsmacher fest. Manche Grenzen könnten ein Gefühl der Sicherheit geben. Andere Menschen würden Grenzen als ein Sicherheitshindernis empfinden. Obwohl einige Grenzen wegen geografischer Barrieren gezogen sind, seien sie von Menschenhand geschaffen und ihre Lage sowie ihre Bedeutung verändere sich im Laufe der Zeit, heißt es in der Ankündigung. In der Ausstellung werde auch gezeigt, dass nach ihrem politischen Verschwinden viele ehemalige Grenzen als "Phantomgrenzen" in gesellschaftlichen Strukturen und Identitäten weiterleben würden. .