München (epd). Bamberg und Erding haben sich für die Ausrichtung der Special Olympics Sommerspiele in Bayern 2029 beworben. Die Entscheidung, wer das Turnier für Menschen mit geistiger Behinderung austrage, falle im Herbst, teilte die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) mit Verweis auf den Verein Special Olympics Bayern am Dienstag mit. Scharf dankte den Bewerbern für ihren Einsatz, "weil sie sich in den Dienst der Inklusion stellen und sie aufs Siegerpodest heben". Das Thema Behinderten-Breitensport rücke so in die Mitte der Gesellschaft.
Sie forderte alle Kommunen, Vereine und Bildungseinrichtungen in Bayern auf, dem Vorbild von Bamberg und Erding zu folgen. "Nutzen Sie Sport als Brücke zur Inklusion." Jeder Beitrag stärke das Netzwerk der Sportfamilie von Special Olympics und gebe Menschen mit einer Behinderung oder einer geistigen Beeinträchtigung die Chance, ihr Bestes zu geben. Nach wie vor trieben vergleichsweise wenig Menschen mit Beeinträchtigung Sport, sagte Scharf weiter. "Und das, obwohl Sport nicht nur Barrieren und Vorurteile abbaut, Begegnungen schafft, sondern auch das Selbstbewusstsein stärkt und für mehr Gesundheit sorgt."
Nächste Winterspiele im Allgäu
Die nächsten Special Olympics sind die Winterspiele, die vom 18. bis 21. Januar 2027 in Sonthofen (Landkreis Oberallgäu) und den umliegenden Hörnerdörfern Balderschwang, Bolsterlang, Fischen, Obermaiselstein und Ofterschwang stattfinden. Am letzten Tag der Winterspiele wird die Fahne der Special Olympics an die Austragungskommune der nächsten Sommerspiele in Bayern im Jahr 2029 weitergereicht.