Nürnberg (epd). Über 220.000 Menschen sind am Wochenende beim Bardentreffen in Nürnberg dabeigewesen. Dies sei die höchste Besucherzahl, die es bei dem Festival je gab, teilte die Stadt am Sonntag mit. Bei der 46. Ausgabe des Bardentreffens in der Altstadt seien über 400 Künstlerinnen und Künstler auf den Bühnen an neun Spielorten aufgetreten. Außerdem hätten Hunderte von Straßenmusikerinnen und -musikern ihre Konzerte gegeben. Nürnberg sei für drei Tage "zur unangefochtenen Hauptstadt von Weltmusik und Gobal Pop" geworden, sagte Kulturbürgermeisterin Julia Lehner.
"Das Bardentreffen macht die sinnliche und zugleich politische Wirkung von Musik erfahrbar", sagte, die neue Leiterin des Projektbüros bei der Stadt, Elisabeth Hartung. Es bringe auch brisante Themen pointiert auf den Punkt. Das Festival stand unter dem Motto "Geklaute Laute". Mehrere Veranstaltungen hätten die Gelegenheit geboten, mit Expertinnen und Experten über Fragen der kulturellen Aneignung zu diskutieren. Bei aller Provokation, die das Thema ausgelöst habe, sei deutlich geworden, dass in der Musik und der Kunst ein Prozess in Gang gesetzt sei. Der habe über kulturelle Grenzen das Potenzial, Widersprüche und unterschiedliche Positionen zu respektieren, sagte Hartung.
Das 47. Bardentreffen in der Nürnberger Altstadt findet von Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Juli 2024.