Neustadt an der Aisch (epd). Die Bibliothek der evangelischen Kirchengemeinde Neustadt an der Aisch wird Teil der Bayerischen Bibliothekenstraße. Diese Ferienstraße soll historische Bibliotheken in Bayern verbinden, teilte die Landesbibliothek Coburg am Montag mit. Außergewöhnliche Buchschätze und architektonisch und kulturhistorisch bedeutende Institutionen sollen durch die neue Kooperation in den Fokus rücken, hieß es in der Mitteilung weiter. Es werde Führungen, Vorträge und Ausstellungen geben.

An der Bayerischen Bibliothekenstraße beteiligen sich neben der Neustädter Kirchenbibliothek die Landesbibliothek Coburg, die Staatliche Bibliothek (Schlossbibliothek) Ansbach, die Historische Stadtbibliothek Bad Windsheim, die Staatsbibliothek Bamberg, die Studienbibliothek Dillingen, die Wissenschaftliche Stadtbibliothek Ingolstadt, die Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau und das Museum Otto Schäfer.

Einige tausend historische Drucke und Handschriften

In der Kirchenbibliothek der evangelischen Gemeinde in Neustadt an der Aisch können Forscher nach Angaben der Gemeinde Urkunden und Bücher bis zurück ins 9. Jahrhundert studieren. Die Bände gingen zum einen zurück auf die vor dem Feuer geretteten Bücher des Klosters Riefeld, zum anderen auf die Initiative der Neustädter Dekane, die die Pfarrer über Jahrhunderte verpflichteten, ihr jeweils wertvollstes Buch beim Verlassen des Dekanatsbezirkes zurück zu lassen. Einige tausend historische Drucke und Handschriften, darunter Handschriften Martin Luthers und die 500 Jahre alte Schedelsche Weltchronik, würden in dem über der Sakristei liegenden Gewölbe der Stadtkirche aufbewahrt.