Neuburg a.d. Donau (epd). Über 2200 haupt- und ehrenamtliche Mesnerinnen und Mesner kümmern sich in den evangelischen Gemeinden Bayerns um alle Belange rund um Gottesdienst und Kirche. Die "Fachgruppe Kirchner" im "Verband kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bayern" (vkm) wiederum kümmert sich seit 50 Jahren um diesen Berufsstand. "Mesnerinnen und Mesner sind Teil des Gottesdiensts, das Gesicht der Gemeinde, Mädchen für alles - ohne sie läuft in der Kirche nichts", sagte der Fachgruppenvorsitzende Robert Haack im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Beim Jahrestreffen am Samstag (17. Mai) feiern die "Kirchner", wie der Beruf in Bayern offiziell heißt, in der Apostelkirche von Neuburg an der Donau das 50-jährige Bestehen ihrer Lobbygruppe.

Gegründet wurde die Fachgruppe laut Homepage 1975, um verbindliche Dienstanweisungen und Vergütungsgruppen für Mesner zu erreichen. In den Folgejahren wurden Weiterbildungskurse entwickelt, eine Dienstordnung im landeskirchlichen Dienstrecht verankert und ein Kirchnerhandbuch für bayerische Gemeinden entworfen. Nach wie vor warte man aber auf einen festen Ansprechpartner in der Landeskirche, an den sich die Fachgruppe mit ihren Anliegen wenden könne, sagt Robert Haack, der selbst seit 18 Jahren ehrenamtlicher Mesner an der Apostelkirche Neuburg ist.

Außerdem wirke sich der Spardruck der Gemeinden auch auf hauptamtliche Kirchner-Stellen aus: Immer häufiger würden sich, sagt Haack, Gemeinden das Geld dafür lieber sparen. Beim Fachtag bekommen die Mesnerinnen und Mesner vielleicht Antworten auf ihre Zukunftsfragen: Mit Regionalbischof Klaus Stiegler und Oberkirchenrat Stefan Reimers, zugleich landeskirchlicher Personalchef, haben gleich zwei Mitglieder des Landeskirchenrats ihr Kommen zugesagt.