München (epd). Die Menschen in Bayern bewerten die Qualität der Gesundheitsversorgung im Freistaat laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK in Schulnoten mit einer 3+. Fünf Prozent bewerteten die Qualität mit sehr gut, 41 Prozent mit gut, 34 Prozent mit befriedigend, wie die DAK am Freitag in München mitteilte. Im Schnitt komme so die Schulnote 2,8 heraus, also eine 3+. Die Krankenhausversorgung im Freistaat bekommt die gleiche Durchschnittsnote, hieß es. 90 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass ihnen bei der Wahl der Klinik die dort vorhandene Erfahrung bei einer planbaren Behandlung wichtiger wäre als die Wohnortnähe.
Schlechtere Schulnoten verteilten die Befragten im Bereich der Pflege. Im Schnitt kommt dabei eine 3,8 heraus, also eine 4+. Unterschiede zwischen Stadt und Land gebe es dabei nicht. Auffällig aber sei, dass die Pflege älterer Menschen etwas besser bewertet wird als die von Jüngeren. DAK-Landeschefin Sophie Schwab sagte, die Befragung zeige klar, dass Pflegebedürftige und deren Angehörige "dringend mehr Unterstützung" benötigen. 60 Prozent der Befragten machten sich "sehr große oder große Sorgen", dass sie ein Pflegefall in der eigenen Familie finanziell überfordern würde. 98 Prozent forderten daher mehr finanzielle Unterstützung.
Für die repräsentative Bevölkerungsbefragung zur Gesundheitspolitik hat das Forsa-Institut im Auftrag der Krankenkasse DAK 1.005 Personen in Bayern ab 18 Jahren befragt. Sie seien "nach einem systematischen Zufallsverfahren" ausgewählt worden. Die Befragung fand vom 16. bis 25. Juni statt.