Nürnberg (epd). Der Freistaat Bayern unterstützt den Wiederaufbau von zwei im Krieg beschädigten Schulen in der ukrainischen Stadt Charkiw mit rund 527.000 Euro. Die bayerische Europaministerin Melanie Huml (CSU) habe am Mittwoch im Nürnberger Rathaus einen Förderbescheid an den Partnerschaftsverein Charkiw-Nürnberg übergeben, teilte die Stadt Nürnberg mit. Beide Schulen bekämen nun auch einen Luftschutzraum.

Der Wiederaufbau der Schulgebäude in Charkiw leiste einen großen Beitrag zur Wiederherstellung der sozialen Infrastruktur, erklärte Huml: "Die Zukunft der Ukraine liegt in ihren Schulen". Zuvor habe Bayern zwei Projekte des Vereins finanziell unterstützt, hieß es: Therapiemaßnahmen für traumatisierte Charkiwer Kinder und ihre Familien und neue Pumpen für das Abwassersystem. Bürgermeister Ihor Terechow betonte aus Charkiw zugeschaltet, wie wichtig die große Unterstützung sei: "Sie helfen uns, diese ganz schwierigen Zeiten, die wir hier erleben, zu überstehen."

Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 stehe Nürnberg in engem Austausch mit Charkiw, sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Er hob das Engagement des Partnerschaftsvereins Charkiw-Nürnberg hervor. Er betreue rund 20 Hilfsprojekte. Es gebe außerdem zahlreiche Initiativen von Einzelpersonen, städtischen Einrichtungen, Organisationen und Firmen. Die Verkehrsgesellschaft hat zwölf Busse an die Verkehrsbetriebe in Charkiw übergeben, die dort eingesetzt werden. "In Summe sind so schon rund 2,6 Millionen Euro an direkten Zuwendungen oder an Sachleistungen in den Wiederaufbau und für Einrichtungen in Charkiw überwiesen worden", erklärte König.