München (epd). Insgesamt neun bayerische Institutionen haben am Freitag im Rahmen der fünfjährigen Jubiläumsfeier des Blühpakts Bayern die staatliche Auszeichnung "Blühender Betrieb" erhalten. "Blühende Flächen bieten gerade den gefährdeten Wildbienen wichtige Nektar-Tankstellen", sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) laut Mitteilung seines Ministeriums bei der Übergabe der Urkunden auf Schloss Sassanfahrt in Hirschaid.

Insektenschutz habe nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Gründe, so der Minister weiter. Mehr Insekten bedeuteten mehr Früchte, bessere Qualität und ein stabileres ökologisches Gleichgewicht. Bienen und andere Insekten seien unverzichtbar für das Ökosystem. Ein Drittel der Nahrungsmittel hänge von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten ab. Eine Studie schätze den wirtschaftlichen Nutzen durch bestäubende Insekten wie Honig- und Wildbienen in Europa pro Jahr auf rund 15 Milliarden Euro.

Insgesamt rund 100 Betriebe und Behörden sind laut Mitteilung des Umweltministeriums bereits für ihr Engagement als "Blühender Betrieb" ausgezeichnet worden. Die Betriebe müssen dafür bestimmte Kriterien erfüllen, wie beispielsweise eine naturnahe Gestaltung ihrer Außenanlagen mit heimischen, insektenfreundlichen Stauden, Hecken oder Blumenwiesen. Ziel dieser Maßnahmen sei die Schaffung artenreicher Lebensräume für Pflanzen und Insekten. Zum Blühpakt gehören außerdem die Projekte "Starterkit - blühende Kommune" sowie die "Blühpakt-Allianzen".