München, Köln (epd). Beim deutschlandweiten Bildungsmonitor 2023 erreicht der Freistaat Bayern in der Gesamtwertung den zweiten Platz hinter Sachsen. In den Bereichen Digitalisierung und Berufliche Bildung liegt Bayern auf dem ersten Platz, bei der Vermeidung von Bildungsarmut auf Platz zwei, teilte das bayerische Kultusministerium am Mittwoch mit. "Das ist schon ein toller Erfolg", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).
Laut Bildungsmonitor verfügt Bayern überdurchschnittlich über schnelles WLAN an den Schulen und die bayerischen Lehrkräfte nutzen häufig digitale Medien im Unterricht. Bei der Beruflichen Bildung belegt der Freistaat bundesweit den ersten Platz, unter anderem weil in Bayern deutlich weniger Bewerberinnen und Bewerber ohne Ausbildungsstelle blieben und der Übergang von der Schule in den Beruf in Bayern sehr gut gelinge. "Mit unserem differenzierten Bildungssystem bieten wir allen jungen Menschen gute Chancen und Möglichkeiten", sagte Piazolo.
Positiv hebt die Studie hervor, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne anerkannten Abschluss die niedrigste in ganz Deutschland ist (5,1 Prozent im Jahr 2021). Außerdem ist Bayern insbesondere bei der Berufsausbildung in den IT-Berufen deutlich besser als der Bundesdurchschnitt. Verbesserungsbedarf sieht die Studie bei den Ganztagsplätzen in Kitas und Schulen. In dieser Kategorie erreicht Bayern nur den 14. Platz.
Der Bildungsmonitor 2023 wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erarbeitet und erscheint jährlich. Die Initiative will darstellen, wie leistungsfähig das deutsche Bildungssystem ist und aufzeigen, welche bildungspolitische Handlungen notwendig wären, um Bildungsgerechtigkeit, Fachkräftesicherung und Wachstumsförderung in allen Bundesländern zu verbessern.