München (epd). Das Sonderprogramm Ferienangebote des Bayerischen Jugendrings (BJR) ist auch im vierten Jahr seines Bestehens ein Erfolg: Heuer werden in dem vom Kultusministerium geförderten Sonderprogramm in 2.200 Gruppen rund 26.400 zusätzliche Ferienplätze angeboten - mehr als die Hälfte davon allein während der Sommerferien, teilte der BJR am Donnerstag mit. Seit Bestehen haben 45.000 Kinder und Jugendliche an den Angeboten des Sonderprogramms teilgenommen, das infolge der Coronapandemie aufgesetzt wurde.
Auch heuer gebe es bei Eltern und Kindern Bedarf für das Sonderprogramm Ferienangebote, sagte BJR-Präsident Philipp Seitz. Dies zeige auch die stetig wachsende Zahl an verschiedenen Angeboten: Ob Erlernen von einfachen Programmiersprachen, Mitwirken an einem Zirkusprogramm, Kennenlernen von Schätzen der Natur oder beim gemeinsamen Gestalten des Alltags in einem Zeltlager. "Das persönliche Miteinander und das Erlernen neuer Fähigkeiten sind wichtige Bausteine in der Entwicklung junger Menschen", sagte Seitz.
Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch: "Das zeigt, dass Kinder und Jugendliche weiterhin hohen Bedarf an sozialen Begegnungen, Gemeinschaftserlebnis und guten freizeitpädagogischen Angeboten haben." Mit dem Ferienprogramm unterstütze man Kinder und Jugendliche dabei, "psychosoziale Belastungen aus den Einschränkungen der Coronapandemie abzubauen". Das Ferienprogramm ist Teil des Programms "gemeinsam.Brücken.bauen", mit dem man Schüler unterstütze.
Laut BJR wirkt die Coronapandemie im sozialen Bereich weiter fort. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen sei vielfach eingeschränkt gewesen und die psychischen Belastungen wirkten bei Kindern und Jugendlichen oft bis heute nach. Träger der Jugendarbeit haben durch die Fördermittel zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten, um ein qualitativ hochwertiges Programm für junge Menschen auf die Beine zu stellen. Ohne die finanzielle Unterstützung durch das Sonderprogramm gäbe es die meisten der Angebote nicht.