München, Berlin (epd). Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) hat sich irritiert über ein von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) angekündigtes Sparpaket in Höhe von 20 Milliarden Euro geäußert, das Kürzungen im Sozialbereich vorsieht. Es sei "unverantwortlich", Einsparungen in den Bereichen Arbeit und Familie anzukündigen, teilte sie am Samstag in München mit. "Es darf nicht sein, dass Etatlöcher im Bundeshaushalt auf Kosten der Menschen gestopft werden", sagte Scharf.

Die Ministerin sieht in den Sparplänen ein fragwürdiges Signal. "Kürzungen im Bereich der Sozialausgaben sind in diesen für uns alle herausfordernden Zeiten der völlig falsche Ansatzpunkt, um finanzielle Mittel zu mobilisieren." Der Haushaltsstreit in der Berliner Ampelkoalition sei das glatte Gegenteil von einer verlässlichen und verantwortungsvollen Politik, die die Bürger jetzt brauchten, sagte Scharf.