Augsburg (epd). Wohnungslose Menschen können an den zwölf Bahnhofsmissionen in Bayern Trinkwasser und Sonnencreme bekommen. Wie der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch bei einem Besuch der Bahnhofsmission in Augsburg sagte, würden Wohnungslose so im Rahmen eines "Hitzeaktionssommers" unterstützt. Beim Hitze- und Gesundheitsschutz dürften die Schwachen nicht vergessen werden, sagte Holetschek. Obdachlose Menschen seien Hitze und Sonne oft ohne Schutz ausgesetzt.
"Wir helfen Menschen in allen Notlagen, im Winter mit warmem Tee und im Sommer mit kühlem Wasser", erklärten Adelheid Utters-Adam und Harald Keiser, von den Trägern In VIA und der Diakonie Bayern. Gerade in Hitzeperioden sei es wichtig, dass auch Menschen, die auf der Straße leben, ausreichend zu trinken bekommen und sich gegen die Sonne schützen könnten.
Der Hitzeschutz sei ein zentrales Thema, sagte Holetschek. Hitzetage mit über 30 Grad Celsius hätten sich im vergangenen Jahrzehnt gegenüber den 1950er-Jahren verdreifacht. Hitzewellen beeinträchtigen unter anderem das Herz-Kreislauf-System. Auch steige das Risiko von Hautkrebserkrankungen, wenn Menschen der UV-Strahlung der Sonne mehr ausgesetzt seien.
Der Minister bezeichnete Gesundheitsschutz im Klimawandel als "eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe". Er forderte auch die Kommunen auf, mit Hitzeaktionsplänen vulnerable Gruppen in den Blick zu nehmen.