München (epd). Beschäftigte in Bayern waren im Jahr 2022 deutlich häufiger krank geschrieben als im Vorjahr. Fehlte ein erwerbstätiges Mitglied der Betriebskrankenkassen (BKK) in Bayern 2021 an durchschnittlich 16,2 Kalendertagen, waren es 2022 20,5 Tage, teilte der Landesverband Bayern der BKK am Montag in München mit.

Dabei wurden die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich: Von den 20,5 Krankheitstagen entfielen mit 4,9 fast ein Viertel auf Atemwegserkrankungen, hieß es in der Mitteilung. Gegenüber dem Vorjahr sei dies ein Anstieg um 270 Prozent. An zweiter Stelle folgten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems: Dafür meldete sich die Gesamtzahl der Arbeitnehmer im Schnitt an 3,9 Tagen krank. Mit 2,9 Fehltagen auf dem dritten Platz folgen die psychischen Erkrankungen.

Regional ist in Bayern ein Nord-Süd-Gefälle bei den Fehlzeiten zu beobachten: In Oberfranken lag die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage laut BKK bei 24,6 Tagen, in Oberbayern bei nur 17,9 Tagen. Spitzenreiter sind Kronach und Schweinfurt sowie der Landkreis Coburg mit jeweils 28,2 Kalendertagen. In der Landeshauptstadt München sind es mit 14,7 Fehltagen nur fast halb so viele.

In die Statistik für 2022 flossen die Daten von rund 42 Prozent der über 2,5 Millionen BKK-Versicherten in Bayern ein. Die Auswertung ist damit repräsentativ. Der BKK Landesverband Bayern vertritt die Interessen der Betriebskrankenkassen und ihrer Versicherten in Bayern.