Heidenheim (epd). Die Kirche kann angesichts der aktuellen und noch bevorstehenden Veränderungen laut Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm "Hoffnungskraft" aus der Osterbotschaft ziehen. "Eure Traurigkeit soll zur Freude werden", zitierte der evangelische Theologe am Sonntag im Heidenheimer Münster aus dem Johannes-Evangelium (16,20) laut Predigtmanuskript. Die Kirche müsse "von so vielem Abschied nehmen" und zugleich gelte es, so vieles neu zu bauen. Die Heidenheimer seien "mittendrin in diesen Neubauprozessen und all dem Schmerzlichen, das damit auch verbunden ist", erläuterte der Landesbischof.
Das Dekanat Heidenheim wird wegen stark gesunkener Gemeindeglieder-Zahlen faktisch aufgelöst und fusioniert größtenteils mit dem benachbarten Dekanat Gunzenhausen. Nur zwei der 17 Gemeinden des bisherigen Dekanats, Windischhausen und Auernheim, werden in das Dekanat Pappenheim eingegliedert. Bedford-Strohm sagte, die Ausstrahlungskraft der christlichen Botschaft und der Kirche hänge "nicht an Mitgliederzahlen, althergebrachten Strukturen oder an einer bestimmten Budgethöhe". Sie hänge "einzig und allein daran", dass Christus bei den Menschen sei und immer wieder neu "die Tür in die Zukunft öffnet".