Bad Windsheim (epd). Erstmals findet zum Tag des Immateriellen Kulturerbes an diesem Sonntag (14. Mai) ein zentraler bayerischer Festtag statt. Dazu laden das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim und das bayerische Heimat- und Finanzministerium gemeinsam ein, wie das Museum mitteilte. Zwischen 10 und 17 Uhr stehen zahlreiche immaterielle Kulturformen im Mittelpunkt - beispielsweise die Brautradition Bayerns, die überlieferte Bewässerung von Wiesen oder auch die Erhaltung der historischen Baukultur im Altmühltal.

Immaterielles Kulturerbe könne man auch als "lebendige Traditionen" beschreiben, die über Generationen hinweg überliefert wurden und werden: Bräuche, Feste, Musik, Theater und Tanz, Naturwissen oder eben auch traditionelle Handwerkstechniken. Mehr als 40 Gruppen und Vereine aus ganz Bayern werden bei dem Festtag auf dem Museumsgelände dabei sein, um "ihr" Kulturerbe zu präsentieren. Dazu gehören der Rothenburger Meistertrunk, die Kinderzeche Dinkelsbühl, die Passionsspiele Oberammergau und die Landshuter Hochzeit.

Zu allen Bereichen des Immateriellen Kulturerbes gibt es im größten Freilandmuseum Süddeutschlands große Expertise. In diesem Jahr werden das 20-jährige Bestehen der Unesco-Konvention zum Schutz des Immateriellen Kulturerbes und der Beitritt Deutschlands vor zehn Jahren gefeiert. Seit zehn Jahren gibt es auch das Bayerische Landesverzeichnis für Immaterielles Kulturerbe.