Berlin, München (epd). Die Deutsche Umwelthilfe hat rechtliche Schritte gegen die Regelung zum Fischotter-Abschuss in Bayern angekündigt, die ab Dienstag (1. August) in Kraft tritt. "Der Abschuss des Fischotters ist für die Teichwirtschaft nicht hilfreich, ein Desaster für den Artenschutz und rechtswidrig. Deshalb werden wir gerichtlich dagegen vorgehen", sagte Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, am Montag in Berlin laut Mitteilung.

Die bayerische Staatsregierung hatte im April angekündigt, per Ausnahmeverordnung den Abschuss der streng geschützten Art ohne "aufwendige Einzelgenehmigungen" in Ostbayern zu erlauben.

Es brauche keine "Ausrottungsmaschinerie gegen streng geschützte heimische Wildtiere", sondern nachhaltige Lösungen an den Fischteichen wie "Zäune, Ablenkteiche und gesunde Gewässerlandschaften im Umfeld", sagte Müller-Kraenner. Die bayerische Regierung solle sich konsequent für die Renaturierung natürlicher Gewässer einsetzen, dann fühlten sich Fischotter auch außerhalb von bewirtschafteten Teichen wohl, forderte der DUH-Bundesgeschäftsführer.