Schwabach, Neuendettelsau (epd). Der Umbau im Klinik-Bereich des evangelischen Sozialunternehmens Diakoneo schreitet weiter voran: Zum 1. Juli sind die Chirurgie und die Gastroenterologie ins Krankenhaus Schwabach umgezogen, an der Klinik Neuendettelsau wird fortan verstärkt "ambulant und elektiv" operiert, teilte Diakoneo am Montag mit. Die kardiologische Abteilung mit ihrer zertifizierten "Chest Pain Unit" (CPU) bleibe weiter in Neuendettelsau und sichere in diesem Bereich die medizinische Notfallversorgung ab.

Hintergrund für die Neustrukturierungen ist die wirtschaftliche angespannte Lage, die fast alle Krankenhäuser in Deutschland betrifft. Mit der Umstrukturierung wolle man die Voraussetzungen schaffen, um "die stationäre Versorgung an beiden Standorten aufrechtzuerhalten". Zwischenzeitlich war auch immer mal wieder darüber diskutiert worden, die Klinik Neuendettelsau ohne ein stationäres Angebot als rein ambulante Tagesklinik zu betreiben. Ganz vom Tisch sind diese Überlegungen aber noch nicht, wie Diakoneo weiter mitteilte.

"Die Neustrukturierung gelingt bei allen eigenen Anstrengungen nur, wenn die Politik bereit ist, sie auch finanziell zu unterstützen", sagte Diakoneo-Gesundheitsvorstand Michael Kilb. Eine Bitte, an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), sich des Themas anzunehmen, sei bisher unbeantwortet geblieben. Dabei dränge die Zeit, sagte Kilb. Diakoneo könne nicht wie bislang mehrere Millionen Euro Defizit pro Jahr tragen, um die stationäre Versorgung in Neuendettelsau aufrechtzuerhalten.