Nürnberg (epd). Reformen im sozialen Bereich dürfen nach Ansicht der Diakonie Bayern nicht bedeuten, dass Angebote verloren gehen oder Personal eingespart wird. "Soziale Angebote sind kein Luxus, den man sich in guten Zeiten leistet", sagte die Präsidentin der Diakonie Bayern, Sabine Weingärtner, am Dienstag laut Mitteilung. "Sie gehören zur Daseinsvorsorge und sind das Fundament eines funktionierenden Gemeinwesens." Wer hier spare, gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt und treffe am Ende diejenigen, die Unterstützung am dringendsten brauchen.
Angebote in Bereichen wie Pflege, Integration, Jugendhilfe oder Unterstützung für Menschen in Armut und Wohnungslosigkeit verhinderten Notlagen, stärkten Teilhabe und entlasteten Kommunen ebenso wie Familien, sagte Weingärtner weiter. Steigende Kosten, der Fachkräftemangel und gleichzeitig steigende Bedarfe setzten die Einrichtungen erheblich unter Druck. Sie benötigten deshalb Planungssicherheit und eine verlässliche Finanzierung.
Bündnis plant Aktionstag am 8. Juli
Ein breites Bündnis verschiedener Sozialverbände und Organisationen will an diesem Mittwoch (8. Juli) mit einem Aktionstag auf die Auswirkungen geplanter Sparmaßnahmen des Bundes und die Konsolidierungsvorhaben des Freistaats im Bereich der sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur aufmerksam machen. Vor Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände, von Beratungsstellen, sozialen Diensten und vor Krankenhäusern in Bayern werden Beschäftigte, Träger, Patienten und Unterstützer mit Regenschirmen protestieren, teilte das Bündnis in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.
Die Diakonie Bayern unterstützt die Anliegen des Aktionsbündnisses aus Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas in Bayern, Bayerischem Roten Kreuz (BRK), Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB), ver.di Bayern, Katholischer Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) sowie der Psychotherapeutenkammer Bayern.