Herzogsägmühle (epd). Mit mehreren Infoständen beteiligt sich die Diakonie Herzogsägmühle am 11. September am bundesweiten Tag der Wohnungslosen. "Wir wollen mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und uns stark machen für die Interessen von Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind", sagte Birgit Gutzeit, Leiterin der Regionalen Angebote des Geschäftsbereichs Menschen in besonderen Lebenslagen der Diakonie Herzogsägmühle am Dienstag. Neben Infoständen in Schongau, Weilheim, Starnberg, Landsberg und Marktoberdorf werde es außerdem einen Tag der offenen Tür in der Notunterkunft "Gasthaus Herzogsägmühle" in Peiting geben, hieß es in der Mitteilung.

Wohnungslosigkeit werde oft mit obdachlosen Menschen assoziiert, die in der Großstadt Platte machen, sagte Gutzeit. Tatsächlich sei das Thema viel komplexer und vielfältiger. "Wohnungslosigkeit ist oft ein unsichtbares Phänomen - auch hier bei uns in eher ländlichen Regionen." Viele Menschen, die durch Schicksalsschläge wie etwa dem Verlust ihrer Arbeit, Familienkonflikten oder gesundheitlichen Problemen ihre Wohnung verloren hätten, schämten sich dafür. Sie versuchten die Wohnungslosigkeit zu verbergen und übernachteten bei Bekannten oder in Pensionen.

Allein in Bayern leben nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 32.380 wohnungslose Menschen in einer kommunalen Notunterkunft oder Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, da Menschen, die auf der Straße leben oder bei Bekannten Unterschlupf finden, in der Statistik nicht erfasst werden. Die Diakonie Herzogsägmühle bietet mit Angeboten in der Wohnungsnotfallhilfe an verschiedenen Orten in der Region Unterstützung.