Weilheim (epd). Die Diakonie München und Oberbayern wirbt für mehr Toleranz für psychische Krankheiten. Fast jeder dritte Mensch leide im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung, sagte Vorstandssprecherin Andrea Betz am Dienstag laut Mitteilung in Weilheim anlässlich des Welttages für psychische Gesundheit (10. Oktober).
Neben Depressionen gehörten auch Angststörungen zu den häufigen Erkrankungen. Angesichts der Krisen unserer Zeit sei es wichtig "für eine Kultur der Offenheit einzutreten, in der Menschen sich trauen, über ihre Krankheit zu sprechen", sagte Betz weiter: "Ängste zu haben ist menschlich."
Die Diakonie München und Oberbayern richtet anlässlich des Welttages für psychische Gesundheit die "Internationale Aktionswoche der seelischen Gesundheit" in Weilheim und Penzberg mit aus, die noch bis zum 21. Oktober dauert. In der Region liegt auch das Diakoniedorf Herzogsägmühle, das in acht oberbayerischen Landkreisen an 200 Standorten Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen psychosoziale Unterstützung anbietet.