München (epd). Das Projekt "Therapeutische Angebote für Flüchtlinge" (TAFF) des Diakonischen Werks Bayern ist gemeinsam mit zwei weiteren bayerischen Initiativen als EU-weites Best-Practice-Beispiel ausgewählt worden. "Die Nennung als ein Vorzeigeprojekt im internationalen Vergleich ist eine große Anerkennung", sagte der bayerische Integrationsminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag in München. Das Forschungsprojekt MATILDE der EU-Kommission hat Best-Practice-Projekte für die Integration von Drittstaatsangehörigen aus insgesamt zehn EU-Staaten ausgewählt.
TAFF hat das Ziel, die Gesundheitsversorgung psychisch beeinträchtigter geflüchteter Menschen zu verbessern. Bei sogenannten Kontakt- und Koordinierungsstellen insbesondere außerhalb der großen Zentren Bayerns finden traumatisierte und psychisch erkrankte Geflüchtete sowie ihre Kontaktpersonen Hilfe oder werden von dort zu den passenden therapeutischen Angeboten weitervermittelt. TAFF wurde 2022 mit dem Bayerischen Integrationspreis ausgezeichnet.
Vom EU-Forschungsprojekt ausgewählt wurden außerdem das Projekt "Laiendolmetscher" der Caritas Berchtesgadener Land, das ehrenamtliche Laiendolmetscher ausbildet, die für Geflüchtete unter anderem bei Behördenterminen oder in Schulen übersetzen. Ein weiteres Best-Practice-Beispiel ist das Sozial- und Integrationsprojekt "Mieterqualifizierung 'Fit für die eigene Wohnung' - Neusässer Konzept". Hier werden künftige Mieter geschult und über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt, damit sie leichter eine Wohnung finden.