München (epd). Digitale Streetworker des Bayerischen Jugendrings (BJR) haben seit September 2021 rund 3.600 Beratungsgespräche mit Jugendlichen geführt sowie über 7.300 Kontakte zu jungen Menschen hergestellt. Die Zahlen des jüngsten Evaluationsberichtes "belegen die enorme Leistung der insgesamt 14 Digitalen Streetworker:innen, die für junge Menschen in ihrer digitalen Lebenswirklichkeit bei Fragen, Themen und Problemen ansprechbar sind", sagte BJR-Präsident Philipp Seitz am Montag in München. In über 340 Fällen konnten die Streetworker und Streetworkerinnen Jugendliche mit komplexen Problemstellungen an spezialisierte Fachstellen anbinden und sie als Vertrauenspersonen begleiten.

Das Projekt "Digital Streetwork" startete im September 2021 während der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie und will junge Menschen von 14 bis 27 Jahren in ihren digitalen Lebenswelten erreichen. Es habe Pionierarbeit in der Jugendhilfe geleistet und sich mittlerweile zu einem völlig neuen Arbeitsfeld entwickelt, sagte Seitz. Auch der Bericht der wissenschaftlichen Begleitung durch das JFF - Institut für Medienpädagogik bestätigt "den großen Bedarf, den es bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen an derartigen Angeboten gibt".

"Digital Streetwork" wird als Bestandteil des bayerischen Aktionsplans Jugend durch das bayerische Familienministerium gefördert. Die konzeptionelle Entwicklung, Projektsteuerung und -durchführung liegt beim BJR.