Augsburg (epd). Die Diözese Augsburg hat das Haushaltsjahr 2025 mit einem Minus von knapp zwei Millionen Euro abgeschlossen. Im Vorjahr habe der Jahresfehlbetrag 11,4 Millionen Euro betragen, teilte die Diözese am Montag mit. Der Bischöfliche Finanzdirektor Dominikus Kleindienst sagte: "Mittel- und langfristig wird es immer herausfordernder werden, annähernd ausgeglichene Jahresergebnisse zu erzielen, denn Seelsorge ist personalintensiv - und rein tariflich bedingt wird der Personalaufwand weiter steigen." Die Bilanzsumme der Diözese Augsburg betrug Ende 2025 rund 838 Millionen Euro (2024: 828).

Katholische wie evangelische Kirche stehen angesichts zurückgehender finanzieller Mittel und Mitgliedszahlen vor großen Herausforderungen. Vor allem die Kirchensteuereinnahmen, die den Großteil aller Erträge ausmachen - in Augsburg rund 83,3 Prozent - sollen laut Prognosen in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen. Im vergangenen Jahr nahm die Diözese laut Mitteilung rund 379 Millionen Euro an Kirchensteuern ein, erwartet worden waren knapp 385 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 369,7 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Mitglieder um mehr als 25.000 auf 1,1 Millionen gesunken.

Größter Aufwandsposten sind Personalkosten

Den größten Teil der Aufwendungen machten im vergangenen Jahr die Personalkosten des Bistums aus, nämlich 196,5 Millionen Euro (2024: 186,2). Knapp 180 Millionen Euro (2024: 169,5) flossen in die Gewährung von Zuschüssen an Kirchenstiftungen und andere kirchliche Einrichtungen. Diese hätten zahlreiche kirchliche Aktivitäten ermöglicht, etwa die Pfarrseelsorge vor Ort, Bildungsangebote, die Sanierung von Gebäuden sowie die Unterstützung des sozial-karitativen Wirkens für Kranke und Pflegebedürftige, Flüchtlinge, Obdachlose und Familien.