Fürth (epd). "Selbstbestimmt sterben" ist der Titel eines Gesprächsabends in Fürth am Mittwoch, 8. März (19.30 Uhr). Unter anderem nehmen der Gründer des Hospizvereins Fürth, der Mediziner Roland Hanke, und der frühere Vorsitzende des deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, teil. Die Moderation übernimmt im evangelischen Gemeindehaus St. Michael Gastgeber Dekan Jörg Sichelstiel, teilte das Dekanat mit. Auf dem Podium sitzen weiter ein Hausarzt, eine Klinikseelsorgerin und ein Vertreter des diakonischen Werks.
Das Bundesverfassungsgericht hat vor drei Jahren das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe aufgehoben und das Recht auf Selbstbestimmung in den Mittelpunkt gerückt. Es urteilte, dass die Freiheit, sich das Leben zu nehmen, auch die Freiheit bedeute, hierfür bei Dritten Hilfe zu suchen, erläuterte Sichelstiel den Hintergrund des Gesprächs. Für eine neue gesetzliche Regelung dazu gebe es im Bundestag verschiedene Entwürfe.
Bei der Diskussion sollten zunächst Erfahrungen im Mittelpunkt stehen, so Sichelstiel. Fragen, wie damit umgegangen werden kann, wenn jemand nicht mehr leben will oder wenn ein assistierter Suizid gewünscht wird, sollen angesprochen werden. Aber auch, wie verhindert werden könne, dass sich Menschen unter Druck gesetzt fühlen, sich das Leben zu nehmen, gehört zu den Themen.