Eichstätt (epd). Der Studiengang Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) feiert sein 40-jähriges Bestehen. Seit 1983 seien dort über 1.000 Nachwuchsjournalisten ausgebildet worden, teilte die KU am Freitag mit. Bei einer Jubiläumsveranstaltung am 21. Juli werde die Vergangenheit und die Zukunft der Journalistenausbildung in den Blick genommen. Dabei werden unter anderem die drei zuletzt neu berufenen Journalistik-Professorinnen Karin Boczek (Digitaler Journalismus), Liane Rothenberger (Medien und Öffentlichkeit mit dem Schwerpunkt Migration) und Annika Sehl (Journalistik mit dem Schwerpunkt Medienstrukturen und Gesellschaft) Antrittsvorträge halten.

Die Katholischen Universität habe mit dem Studiengang Journalistik Studierende aus dem ganzen Bundesgebiet nach Eichstätt locken wollen, heißt es in der Mitteilung. Nach den Journalistik-Studiengängen in München und Dortmund, die in den 1970er Jahren eingerichtet wurden, war Eichstätt erst der dritte Hochschulstandort in Westdeutschland mit einem Diplomstudiengang.

Es habe Vorbehalte gegen den Standort Eichstätt gegeben, erinnert sich Walter Hömberg, der 1988 Nachfolger von Jürgen Wilke in Eichstätt auf dem Lehrstuhl für Journalistik I wurde. "In München standen die Kübel voll Hohn schon bereit angesichts der Idee, in der ‚Medienstadt‘ Eichstätt einen solchen Studiengang zu gründen." Der Lehrstuhl habe aber "die Medienwelt aus ganz Deutschland nach Eichstätt geholt".

Derzeit hat der Studiengang fünf Lehrstühle und Professuren, darunter eine neu geschaffene Junior-Professur für Digitalen Journalismus und eine Stiftungsprofessur, die sich insbesondere mit der Darstellung des Themas Migration in Medien und Öffentlichkeit befasst, heißt es in der Mitteilung. Nach der Einführung des Bachelorstudiengangs im Jahr 2008 sei die Zahl der Studienplätze auf 50 verdoppelt worden. Hinzu kam 2010 der Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Innovation und Management.