Gütersloh (epd). Im Wintersemester 2023/24 sind laut einer Untersuchung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) bundesweit nur noch vier von zehn Studiengängen zulassungsbeschränkt. Deutschlandweit ist der "Numerus Clausus"-Anteil in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken und liegt aktuell bei 37,9 Prozent, wie das CHE am Donnerstag in Gütersloh mitteilte. Bayern (32,9 Prozent), Hessen (30,7 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (30,4 Prozent) liegen mit ihren Quoten unter dem Bundesdurchschnitt.
Beste Chancen auf einen Studienplatz gibt es demnach in Thüringen, wo lediglich bei jedem fünften Studiengang eine Auswahl unter den Bewerberinnen und Bewerbern stattfindet. Die höchste NC-Quote haben wie in den Jahren zuvor die Stadtstaaten Hamburg (62,8 Prozent) und Berlin (61,2 Prozent). Es folgen Baden-Württemberg, Bremen und das Saarland, wo etwa die Hälfte der Studienangebote zulassungsbeschränkt sind.
Rund 800.000 Menschen in Deutschland beginnen den Angaben zufolge jährlich Studium. Bei NC-Fächern ist die Zahl der Studienplätze jedoch limitiert. Über die Vergabe entscheiden dann die Abiturnoten oder ein Auswahltest. An Universitäten sei die NC-Quote mit 34,5 Prozent leicht niedriger als an Fachhochschulen (38,6 Prozent), hieß es.
"Ein wesentlicher Faktor für den konstanten Rückgang der NC-Quoten ist die Zunahme der Anzahl der Studienangebote bei einem gleichzeitigen Rückgang der Erstsemesterzahlen", sagte Cort-Denis Hachmeister, Experte für Hochschulzugang beim CHE. Als Grundlage für die Untersuchung dienten den Angaben zufolge Daten des Hochschulkompasses der Hochschulrektorenkonferenz für knapp 22.000 Studiengänge im Wintersemester 2023/24. Hinzu kommen Daten aus den vergangenen Jahren.