Hilpoltstein (epd). Knapp 14.000 Menschen haben bundesweit an den diesjährigen Insektenzählungen im Juni und August teilgenommen und ihre Beobachtungen dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Bayern und dem bundesweiten Partner Naturschutzbund (Nabu) gemeldet. Die Erdhummel ist laut LBV beim Insektensommer an die bayerische Spitze gebrummt. Auch die Blaue Holzbiene sei häufig gesichtet worden. Schmetterlinge flatterten den Teilnehmenden sowohl im Juni als auch im August dagegen eher selten vor die Lupe.
Schuld daran sei vermutlich eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, so die Mitteilung weiter. "An regnerischen Tagen halten sich Schmetterlinge versteckt. Zudem machte es das häufig nasse Wetter im Frühjahr ihnen schwer, Nahrung zu finden und sich fortzupflanzen", erklärte die Insektenexpertin Tarja Richter. Es zeige sich aber auch langfristig, dass der Schmetterlingsbestand immer weiter abnimmt, zum Beispiel weil sie weniger geeignete Lebensräume finden. Dabei seien Schmetterlinge wichtige Bestäuber und Nahrung für Vögel und Fledermäuse.
Wer einen Beitrag zum Schutz der Schmetterlinge leisten möchte, könne im eigenen Garten beispielsweise heimische Wildblumen und Gehölze wie Kartäusernelke, Wiesen-Labkraut oder Sal-Weide pflanzen. Damit die Falter, Puppen und Raupen geeignete Plätze zum Überwintern finden, sei es außerdem sinnvoll, Reisighaufen und etwas Laub im Herbst liegenzulassen und die Stängel verblühter Pflanzen über den Winter stehenzulassen.