Erlangen (epd). Der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) und der Vorsitzende der Islamischen Gemeinde Erlangen, Tarek Gasmi, haben sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen jegliche Form von Rassismus gewandt. Anlässlich der bundesweiten Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus versicherten sie, sie wollten gemeinsam gegen menschenfeindliche Denk- und Verhaltensweisen vorgehen, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

"Offen aus Tradition ist der Leitspruch der Stadt Erlangens", sagte Janik. Es gebe einen regen Austausch der Kulturen und Religionen. Aber auch in seiner Stadt gebe es Ausgrenzung und Rassismus, sagte der Oberbürgermeister. Rassismus sei kein Randthema, sondern stelle die Grundwerte einer offenen und demokratischen Gesellschaft infrage.

Seit Jahren und täglich würden Musliminnen und Muslime sowie muslimische Einrichtungen in Deutschland zur Zielscheibe von Hass, Diskriminierungen und Übergriffen, erklärte Gasmi. "Antimuslimischer Rassismus gipfelt aber nicht nur in extremen Gewaltexzessen wie in Hanau oder Halle, sondern findet sich in allen Strukturen und Lebensbereichen unserer Gesellschaft wieder und ist für viele Menschen eine alltägliche Erfahrung und Bedrohung."

Janik und Gasmi hatten sich anlässlich des muslimischen Opferfestes ausgetauscht.