Erlangen (epd). Mit mehr als 10.000 Besuchern ist das 43. Erlanger Poetenfest am Sonntag zu Ende gegangen. Mehr als 100 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Publizisten sowie Künstler waren von Donnerstag bis Sonntag (24. bis 27. August) nach Erlangen gekommen, teilte das Kulturamt der Stadt als Veranstalter am Montag mit. Die langen Lesenachmittage am Wochenende im Erlanger Schlossgarten, für die das Poetenfest berühmt ist, mussten den Angaben zufolge wegen anhaltenden Regens in weiten Teilen in Innenräume verlegt werden.
Das Festival hatte am Sonntagabend im Erlanger Markgrafentheater mit einem Autorenporträt des ukrainischen Schriftstellers Andrej Kurkow geendet. Kurkow habe aus seinem literarischen und journalistischen Werk gelesen und mit Dirk Kruse über den Alltag der Menschen im Krieg und die Schwierigkeit, zur Literatur zurück zu finden, gesprochen, teilte das Kulturamt weiter mit.
Auffallend sei das große Publikumsinteresse für die Gesprächsrunden zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen gewesen, hieß es. Eine Besonderheit des 43. Erlanger Poetenfests seien Veranstaltungen gewesen, die außerhalb der eingeführten Festivalorte stattgefunden hätten, wie etwa in der Erlanger Kinderklinik oder in Senioreneinrichtungen der Stadt. Diese neuen Wege sollten auch künftig weiter beschritten werden.
Das 44. Erlanger Poetenfest wird vom 29. August bis 1. September 2024 stattfinden. Bereits in den nächsten Monaten laden Kulturamt und Stadtbibliothek Erlangen in der Reihe "Poetenfest Extra" weitere Autoren und Autorinnen mit ihren Neuerscheinungen oder zu aktuellen Themen in die Stadt ein.