Fürth (epd). Die Ernte von Getreide, Kartoffeln und Obst in Bayern bricht in diesem Jahr aufgrund von Hitze und Trockenheit deutlich ein. So gibt es heuer voraussichtlich ein Drittel weniger bayerische Kartoffeln und Äpfel als im vergangenen Jahr, wie das Statistische Landesamt in Fürth am Freitag mitteilte. Die Getreideernte geht voraussichtlich um ein Siebtel zurück. Lediglich die Weinmosternte bleibe stabil. Das Erntedankfest an diesem Sonntag (4.10.) stehe "unter dem Eindruck einer schwierigen Vegetationsperiode", hieß es.
Das Erntedankfest, das traditionell am ersten Sonntag im Oktober gefeiert wird, erinnere jährlich an die Bedeutung der Landwirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung. 2026 jedoch hätten die Wetterextreme den Kulturen spürbar zugesetzt, so die Statistiker: Einem milden, trockenen Frühjahr folgten Hitzewellen und eine lang anhaltende Trockenphase.
Kartoffel-Ernte: 36 Prozent weniger
Die Getreideernte wird heuer auf rund 5,6 Millionen Tonnen geschätzt - ein Rückgang von 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kartoffeln werden voraussichtlich 1,2 Millionen Tonnen (minus 36,2 Prozent) geerntet, Äpfel 22.000 Tonnen (minus 33,5 Prozent) und Birnen 2.700 Tonnen (minus 20,1 Prozent). Bei den Süßkirschen werden dieses Jahr 1.900 Tonnen (minus 9,4 Prozent) und bei den Sauerkirschen 300 Tonnen (minus 14,8 Prozent) erwartet. Die Weinmosternte bleibt mit voraussichtlich rund 387.600 Hektolitern (plus 0,2 Prozent) stabil.
Das Landesamt entnimmt diese vorläufigen Ergebnisse der diesjährigen "Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung". Diese ist eine jährliche repräsentative Bundeserhebung zur amtlichen Feststellung von Erntemengen und -qualitäten wichtiger Ackerfrüchte.