Bamberg (epd). Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl hat beim Heinrichsfest am Sonntag die Bedeutung von Kreuzen in öffentlichen Räumen hervorgehoben. Sie seien Zeichen der Toleranz und Menschenliebe und erinnerten daran, Verantwortung vor Gott zu übernehmen, sagte Gössl in seiner Predigt, heißt es in einer Mitteilung des Erzbistums. Gössl bezog sich auf eine während der Woche bekannt gewordene Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, dass ein Kruzifix im Eingangsbereich eines staatlichen Gymnasiums die Glaubensfreiheit von Schülern verletze. Es sei normal, dass es Interessengruppen gebe, die gegen das Kreuz in den Kampf ziehen, sagte Gössl. Wenn das Kreuz aus der Öffentlichkeit ganz verbannt werde, werde es aber in der Gesellschaft nicht mehr, sondern weniger Toleranz und Menschlichkeit geben.
Das Heinrichsfest erinnert jährlich am zweiten Juli-Wochenende an den Bistumsgründer, Kaiser Heinrich II., der am 13. Juli 1024 starb.