München (epd). Der im Münchner Claudius-Verlag erschienene Essay "Kleine Theologe des Als ob" des Publizisten Sebastian Kleinschmidt ist das "Buch des Monats" der "Theologischen Literaturzeitung" (Leipzig) im Mai. Kleinschmidt wurde als Sohn des Pfarrers und Predigers am Schweriner Dom, Karl Kleinschmidt, geboren, doch mit dem christlichen Glauben und der evangelischen Kirche hat er Probleme. Der Publizist ist in seinem Leben schon mehrfach aus der Kirche aus- und wieder eingetreten.
"Er ringt also, mit sich, mit Gott" und versuche "einen Weg zu Gott zu öffnen, der vor allem für skeptische Menschen geeignet scheint", schreibt etwa das "Sonntagsblatt - Evangelische Wochenzeitung für Bayern" über seinen Essay. Das "Als Ob" stehe für einen dritten Weg, über den sich Menschen auf Gott beziehen können - neben dem Glauben oder dem Zustand des Unglaubens, nämlich "im Status der Annahme". Das "Als ob" sei "sozusagen ein positiver Agnostizismus", heißt es in der "Sonntagsblatt"-Rezension.
Die "Theologische Literaturzeitung" ist nach eigenen Angaben die älteste und größte Rezensionszeitschrift für Theologie und Religionswissenschaft im deutschsprachigen Raum. 1876 in Leipzig gegründet, erscheint sie heute in der Evangelischen Verlagsanstalt, herausgegeben wird sie vom Theologie-Professor Christoph Johannes Markschies.