Nürnberg (epd). Die Mitglieder des evangelischen Kita-Verbandes in Bayern haben eine Resolution für eine bessere Finanzierung von Kinderkrippen, Kindergärten und Horten verabschiedet. Wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heißt, fordert der Verband eine Aufstockung der gesetzlichen Förderung der Betriebskosten von derzeit rund 60 Prozent auf künftig mindestens 80 Prozent. Die Träger brauchten ausreichend "inhaltlichen und finanziellen Gestaltungsspielraum", um angesichts des Fachkräftemangels attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen. Darüber hinaus müssten Quereinstieg und Ausbildung ausgebaut und flexibilisiert werden.
Der Verband vertritt rund 750 evangelische Träger in Bayern, die insgesamt mehr als 100.000 Kita-Plätze zur Verfügung stellen. Bayernweit stelle man fest, dass das System der Kindertagesbetreuung an seine Grenzen gekommen sei, sie teilweise bereits überschritten habe, heißt es in der Mitteilung weiter. Gleichzeitig werde die volkswirtschaftliche Bedeutung der Kindertagesbetreuung und der frühen Bildung immer deutlicher. In der Mitgliederversammlung am Mittwoch habe man deshalb eine Resolution beschlossen, deren Forderungen in der kommenden Legislaturperiode dringend "in politisches Handeln umgesetzt werden" sollten.