Nürnberg, Fürth (epd). Der evangelische KITA-Verband Bayern (evKITA) hat zur bayerischen Landtagswahl im Oktober den evKITA-Award ins Leben gerufen. Er soll an Politikerinnen und Politiker vergeben werden, die sich für die Belange der Kitas in besonderer Weise einsetzen, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Bereits in Empfang genommen hat die Auszeichnung der SPD-Politiker Arif Tasdelen in Nürnberg. Am Freitag, 30. Juni, erhält sie in Fürth die CSU-Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger, teilte das Dekanat Fürth am Mittwoch mit.

Der Bedarf an Kitas wachse seit Jahren, es fehlten Plätze und Mitarbeitende, heißt es in der Mitteilung. Der Anspruch an frühkindliche Bildung und an die Qualität der Einrichtungen steige auch, weil Kinder inzwischen über einen langen Zeitraum in den Kitas betreut würden. Das könne nur mit ausreichend pädagogischem Personal gelingen.

Diese Erfordernisse würden sich in der Finanzierung der Kitas aber nicht niederschlagen, kritisiert der evKITA. Die gesetzliche Förderung decke lediglich 60 Prozent der Betriebskosten. Der Verband weist darauf hin, dass das "Bündnis für frühkindliche Bildung", in dem Sozialministerium, Kommunen, Trägerverbände, sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite vertreten seien, Lösungsvorschläge für die drängendsten Probleme in den Kitas entwickelt. "Dazu gehören Empfehlungen zur Verringerung des Fachkräftemangels, die aber weitgehend noch auf ihre Umsetzung warten", stellte evKITA-Vorständin Christiane Münderlein fest. Hier brauche es nun Politikerinnen und Politiker, die diese Lösungsvorschläge in politisches Handeln umsetzten.

Der evKITA vertritt nach eigenen Angaben rund 800 Träger, die derzeit in evangelischen Kitas bayernweit rund 101.000 Plätze für Kinder anbieten.