Augsburg (epd). Der Musiklehrer Jens Klimek aus Wernigerode (Landkreis Eichsfeld) im Harz hat den Kompositionswettbewerb des Bistums Augsburg zum Ulrichsjubiläum gewonnen. Der evangelische Preisträger, der nebenberuflich komponiert und dirigiert, setzte sich mit seinem eingereichten Beitrag bei der Ausschreibung für eine deutsche Messe "von ökumenischem Charakter" gegen 36 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch, teilte das Bistum am Mittwoch mit. Die Uraufführung der neuen Ulrichsmesse ist am Ende des Jubiläumsjahres am 29. Juni 2024 bei einem Festgottesdienst geplant. In diesem Rahmen wird dem Komponisten der mit 3.000 Euro dotierte Preis verliehen. Die derzeitige Planung sehe vor, dass katholische und evangelische Chöre aus Augsburg an der Uraufführung mitwirken, hieß es.
Klimek überzeugte die Jury mit einer Werkskizze, aus der er nun die gesamte Messe für gemischten Chor, Gemeinde und Orgel erstellt. Der laut Ausschreibung geforderte ökumenische Charakter der Messe stellte für ihn kein Hindernis dar, sagte der 39-jährige Komponist in der Mitteilung. Vielmehr sei das eine Anforderung gewesen, die ihm aus dem Herzen spreche: "Als bekennender Protestant ist die Ökumene für mich ein essenzieller Bestandteil meines Glaubens und meines Handelns."
Jens Klimek ist am Landesgymnasium für Musik in Wernigerode als Lehrer tätig. Er ist künstlerischer Mitarbeiter beim Rundfunk-Jugendchor Wernigerode. Schon als Student nahm der Musiker mit Preisen an nationalen und internationalen Kompositionswettbewerben teil, teilte das Bistum Augsburg mit.
Anlässe für das Jubiläumsjahr im Bistum sind die Bischofsweihe des Heiligen Ulrich (923) vor 1100 Jahren sowie dessen Tod (973) vor 1050 Jahren.